Erfahrungen mit CPAP / BILEVEL Atemtherapiegeräten

Wie wichtig sind Qualitätsstandards?

Verfasst von Herrn Johann Häcker 69221 Dossenheim

Im April 1989 wurde mir das erste CPAP verordnet. Diese Therapie bedeutete für mich eine einschneidende Maßnahme in meinem Leben. Einerseits konnte ich mit dem Atemtherapiegerät nach über zwei Jahrzehnten wieder ohne Störung durchschlafen, zum anderen war ich aber ab diesem Zeitpunkt abhängig von diesem Gerät.

Schon nach wenigen Tagen hatte ich diese Tatsache akzeptiert. Ich betrachte das Atemtherapiegerät seither als selbstverständlichen Bestandteil meines Lebens. Andere Begleiterscheinungen dieser Therapie beschäftigen mich jedoch von der ersten Anwendung bis zum heutigen Tage und werden mich mit Sicherheit noch lange zum Nachdenken zwingen.

Die beiden gravierernsten und stark störenden Eindrücke waren der hohe Geräuschpegel des CPAP – Gerätes und die erheblichen Austrocknungen der Nasen-Rachen-Schleimhäute. Diese Austrocknungen waren schmerzhaft sowie des öfteren mit Nasenbluten und Kopfschmerzen verbunden.
Die Nebenwirkungen dieser Atemtherapie standen im eklatanten Wiederspruch zu den Angaben im Schlaflabor. Auf meine wiederholten Fragen nach Nebenwirkungen erhielt ich immer wieder die gleiche Antwort: es gibt keine Nebenwirkungen.

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Schon nach wenigen Wochen wurde mir überdeutlich bewusst:

•  Eine dringend notwendige und ausreichende Information über die Atemtherapie habe ich nicht erhalten.

•  Die zwingend notwendige und umfassende Einweisung über Handhabung, Gebrauch, Wartung und Pflege    des Gerätes und Zubehör gab es nicht. Ich erhielt lediglich den Hinweis: das Gerät ist teuer und empfindlich.

•  Auch bei späteren Anfragen im Schlaflabor über verschiedene Probleme bekam ich nur ausweichende    Antworten.

Vor der Therapie habe ich durch Fehldiagnosen über zehn Jahre leiden müssen. Nach Beginn der Therapie fühlte ich mich abgestempelt und betrogen. Dies führte zu einer für wenige Tage andauernden Resignation. Dann kam es bei mir zu einer Trotzreaktion nach dem Motto: hilf Dir selbst, dann ist Dir geholfen und verlasse Dich nicht auf andere. Mit dieser Einstellung habe ich bisher die besten Erfahrungen gemacht. Unmittelbar nach dem Beginn der Therapie beschäftigte ich mich intensiv mit zwei Themen: die Krankheit chronische Schlafstörungen / Schlafapnoe und insbesondere mit den Therapiegeräten.

Nach und nach besorgte ich mir alle auf dem Markt befindlichen CPAP und BILEVEL Geräte. Jedes einzelne Gerät unterzog ich einem eingehenden Test. So konnte ich mir von jedem Gerät und dessen Leistung ein klares Bild machen und Vergleiche anstellen. Sehr schnell musste ich feststellen, dass die Geräte sehr unterschiedliche Leistungen brachten. Die Spannbreite der Leistungen reichte von ausreichend therapietauglich bis gesundheitsschädlich.

Für mich waren dies wenig erfreuliche Ergebnisse. Sie waren für mich der Anlass zum Nachdenken. Wie könnte oder sollte ein „ideales“ und therapietaugliches Gerät beschaffen sein und aussehen? Meine Vorstellungen brachte ich nach entsprechender wiederholter Überprüfung zu Papier. So entstand im Laufe der Zeit ein Konzept über CPAP / BILEVEL Atemtherapiegeräte nach meinen konkreten Vorstellungen. Die Überprüfung der Geräte habe ich mit der Zeit verbessert, verfeinert und ausgebaut. Sie wurden umfangreicher und genauer. Die gesammelten Erfahrungen während der Therapie konnte ich in meine Vorstellungen einbringen.

Ende 1994 habe ich alle meine Erfahrungen, Überlegungen und Vorstellungen in Form einer Qualitätsanforderung an CPAP / BILEVEL Geräte niedergeschrieben. Nach meiner Überzeugung müssen ein CPAP / BILEVEL Atemtherapiegeräte u.a. folgende Standards aufweisen.

• Lebensdauer: 10 bis 15 Tausend aktive Betriebsstunden (Atmungsstunden)
• Jedes CPAP Gerät muss mit kostengünstigen Aufwand in ein BILEVEL Gerät umgebaut werden können.
•   Druckkonstanz höchstens +/- 0,5 mbar
•  Turbine muss schnell schalt- und regelbar sein
•   Betriebsgeräusch höchstens 30 dba = WHO-Richtwert
•   Jedes Gerät ist grundsätzlich nur mit einem beheizbarem Atemluftbebfeuchter zu verordnen. Beste Lösung: integriert als Steckmodul.
•   Erwärmung des Gerätes ist so gering wie nur irgendwie möglich zu halten
•   Atemluftkanal muss separat und gegen die anderen Komponenten des Gerätes abgedichtet sein.
• Gut wirkender Atemluftfilter ist zwingend erforderlich.
•   Elektro-Smog Minimierung.
•  Ausgasungen des Gerätes sind durch geeignete Maßnahmen zu minimieren.
•  Automatische Spannungserkennung und Umschaltung (110 V – 240 V, 12 V – 36 V)
•   Gewicht des kompletten Gerätes mit Tragtasche sollte 5 kg nicht überschreiten.
•   Handhabung, Bedienung, Wartung und Pflege muss einfach und leicht sein.
•   Jahresinspektion ist zwingend notwendig.

Die Qualitätsforderung unterliegt der ständigen Fortschreibung in Form von Verbesserungen, Änderungen und Ergänzungen. Sie umfasst derzeit zehn DIN A4 Seiten. Im September 1995 wurde diese Qualitätsanforderung veröffentlicht und an Ärzte, Gerätehersteller und Vertreiber sowie Interessierte verteilt. Von zwei Ausnahmen abgesehen war die Reaktion spontan, heftig und ablehnend. Die stärkste Ablehnung kam von den Herstellern und Vertreibern, deren Geräte eine nicht ausreichende Leistung brachten, und diese Ablehnung ist teilweise bis heute geblieben. Die von mir aufgestellten Forderungen haben sich bis dato als richtig erwiesen. Sie wurden teilweise von wenigen Herstellern übernommen und verwirklicht.

Ziel meiner Arbeit ist es, dass CPAP / BILEVEL Geräte noch therapietauglicher werden und für den Benutzer weniger Nebenwirkungen entstehen können. Ein erheblicher Teil dieser Verbesserungsvorschläge fanden Eingang in nationale Prüfnormen sowie in die Europäische Prüfnorm ISO pr EN 17510. Damit soll erreicht werden, dass die europaweit verordneten Geräte eine identische Leistung aufweisen. Es war ein Novum, dass sich Betroffene selbst (ohne Unterstützung der Fachleute) um die Verbesserung der Therapietauglichkeit ihrer Hilfsmittel in solch umfassender Form kümmern müssen. Bis heute hat sich an diesem einzigartigen Zustand im Bereich Schlafapnoe nur punktuell eine Verbesserung gezeigt. Ein der ständigen Fortschreibung unterliegender Qualitätsstandart für CPAP / BILEVEL Geräte ist zwingend erforderlich und notwendig.

Dieser Bericht wurde verfasst von Herrn Johann Häcker
Sprecher des Arbeitskreises Qualitätssicherung der europäischen Selbsthilfegruppen

69221 DOSSENHEIM
Keltenweg 19
Tel. +496221 / 862706
Fax +496221 / 874122


Bei Schlafapnoe an die Nieren denken

Grazer Studie hat eine signifikante Korrelation zwischen nächtlichen Atempausen und eingeschränkter Nierfenfunktion ergeben

Graz - Starkes Schnarchen stört nicht nur die nächtliche Zweisamkeit. Hinter der akustischen Belästigung - vor allem aber den dabei oft auftretenden Atempausen zwischen den Geräuschen der oberen Atemwege, der sogenannten Apnoe - kann sich auch ein beachtliches Gesundheitsrisiko verbergen. Am Grazer Krankenhaus der Barmherzigen Brüder hat nun eine Studie an mehr als 150 Patienten einen Zusammenhang zwischen Schlafapnoe und Niereninsuffizienz festgestellt.

Kommt es durch gestörtes Zusammenspiel der Atmungsmuskulatur oder mechanische Behinderungen des Luftstroms zu mehrmaligen Atempausen (Apnoen), die mindestens zehn Sekunden dauern, so sind im Laufe der Zeit Nebenerscheinungen durch die Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff quasi vorprogrammiert. Häufige Folgen sind: Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche bis hin zum Herzinfarkt oder Schlaganfall im Schlaf sowie erhöhte Unfallhäufigkeit am Arbeitsplatz oder im Straßenverkehr durch verminderte Schlafqualität.

Bei Dialysepatienten ist das Vorkommen des Schlafapnoe-Syndroms sehr häufig, manche Studien berichten von 50 Prozent, erklärte Georg Fleischmann, Internist am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder. Er hat Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion auf das Auftreten von Schlafapnoe hin untersucht. Bei diesen Patienten wurde aufgrund eines klinischen Apnoe-Verdachtes eine Aufzeichnung im Schlaflabor von Atmung- und EEG-Parametern durchgeführt und zusätzlich die Nierenfunktion (eGFR) gemessen. "Die Untersuchungen ergaben eine signifikante Korrelation zwischen dem Auftreten von zentralen Atemstörungen und einer eingeschränkten Nierenfunktion", so Fleischmann.

Sauerstoffmangel begünstigt den Nierenprozess

Laut Fleischmann könnten erhöhte Blutspiegel von Urämietoxinen eine Rolle spielen. Umgekehrt ist auch denkbar, dass das Schlafapnoe-Syndrom das Fortschreiten einer Niereninsuffizienz begünstigt, schildert der Mediziner. "Die Sauerstoffversorgung der Nieren und insbesondere des Nierenmarkes ist bei Apnoe-Patienten möglicherweise starken Schwankungen ausgesetzt; rezidivierende hypoxische Phasen könnten die Entwicklung einer tubulo-interstitiellen Fibrose begünstigen und so zur Progression von Nierenkrankheiten beitragen", meint Fleischmann. Sollte die Niereninsuffizienz einerseits ein Auslöser für das Auftreten von zentralen Apnoen sein und andererseits Apnoen die Entwicklung einer interstitiellen Fibrose fördern, könnte so ein Teufelskreis enstehen. Fazit dieser neuen Studie für die ärztliche Praxis laut Fleischmann: "Bei Schlafapnoe an Niereninsuffizienz denken und Nierenfunktionsparameter bestimmen." (APA)


Sodbrennen kann Asthma auslösen

Sodbrennen kennt fast jeder. Wer chronisch unter der brennenden Speiseröhre leidet, dem drohen gravierende Folgeschäden

Der Genuss von fettigen und reichhaltigen Speisen wird vielen Menschen nachträglich vermiest - durch Sodbrennen. Tritt der brennende Schmerz in der Speiseröhre nur von Zeit zu Zeit auf, ist er zwar unangenehm, aber nicht gefährlich. Anders ist das bei chronischem Sodbrennen: Hier steigt zum Beispiel die Gefahr, an Asthma zu erkranken. Erfahren Sie in der Klickstrecke, wie Sie Sodbrennen vorbeugen.


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Eigentlich ist Magensäure eine gute Sache - allerdings nur, wenn sie im Magen bleibt. Dort hilft sie dem Körper, das Essen so aufzuspalten, dass die Nährstoffe anschließend vom Dünndarm aufgenommen werden können. Der Magen ist speziell auf das Säurebad in seinem Inneren ausgerichtet und durch spezielle Zellen vor Verätzungen durch die Salzsäure geschützt.

Das kann man von der Speiseröhre leider nicht sagen - daher meldet sie sich mit einem unangenehm brennenden Schmerz, wenn Magensäure in ihr aufsteigt. Das allerdings kann auch an ganz unerwarteten Stellen Folgen haben - etwa in der Luftröhre und den Bronchien. Sodbrennen reizt Immunsystem in der Lunge

Dass Sodbrennen und Asthma häufig gemeinsam auftreten, haben Studien schon früh gezeigt. Sie ergaben, dass circa 50 bis 90 Prozent der Asthmatiker auch unter Problemen mit aufsteigender Magensäure leiden. Erst vor wenigen Jahren allerdings entdeckten der Amerikaner Shun Lin und seine Kollegen von der Duke University (Durham) die Verbindung zwischen den beiden Krankheiten.

Beim sauren Aufstoßen kann es nämlich vorkommen, dass die Säure nicht nur die Speiseröhre piesackt, sondern sogar bis in die Luftröhre gelangt. Besonders groß ist das Risiko im Liegen, etwa im Schlaf. Dabei können kleine Mengen von Magensäure tiefer in die Atemwege gelangen. Auf Dauer verändert sich dadurch das Immunsystem der Bronchialschleimhaut, der Betroffene reagiert heftiger auf bestimmte Reize und wird damit anfälliger für Asthma.

Zwar erkrankt nicht jeder mit Sodbrennen automatisch auch an der Atemwegserkrankung - allerdings steigt die Erkrankungswahrscheinlichkeit für Asthma deutlich. Sodbrennen - das sind die Folgen

Wer also öfter als einmal pro Woche unter Sodbrennen leidet, sollte die Gründe dafür ärztlich abklären und behandeln lassen. Denn chronisches Sodbrennen, die sogenannte Refluxkrankheit, ist aus vielen Gründen gefährlich. So kann das häufige Aufsteigen von saurem Mageninhalt den Zahnschmelz angreifen und die Zähne anfälliger für Karies machen. Ebenso können sich die Stimmbänder bei häufigem Kontakt mit Magensäure entzünden und dauerhaften Schaden erleiden. Betroffene merken das, wenn sie morgens oft heiser sind. Besonders gefährlich ist allerdings, was die Säure in der Speiseröhre selbst anrichtet: Sie kann dort zu blutenden Geschwüren, Vernarbungen und sogar zu Speiseröhrenkrebs führen.


So beugen Sie Sodbrennen vor:

Sodbrennen ist ein häufiges Problem: Jeder Zweite hat schon einmal unter dem Schmerz hinter der Brustwand gelitten. Um Folgekrankheiten wie Speiseröhrenentzündungen vorzubeugen, sollten Betroffene einiges beachten.

Passen Sie auf mit scharfen Lebensmitteln, wie Chili, Curry oder Pfeffer. Sie reizen die Schleimhäute noch zusätzlich.

Finger weg von Schweinshaxe und Co, vor allem abends! Fettiges, üppiges Essen verschärft das Sodbrennen

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Sodbrennen tritt besonders nachts auf, weil das Zurückfließen der Magensäure durch die waagrechte Lage des Oberkörpers beim Schlafen begünstigt wird. Lagern Sie deshalb den Oberkörper hoch. Verstellen Sie den Lattenrost, benutzen Sie ein Extrakissen oder stellen Sie ein paar Bücher unter das Kopfende des Bettes.

Um die Magensäure zu neutralisieren und den brennenden Schmerz zu nehmen, hilft es, ein Glas Milch zu trinken.

Ein dicker Bauch drückt auch auf den Magen - versuchen Sie einige Kilos leichter zu werden, dann bessert sich auch das Sodbrennen.


Sodbrennen - wann wird es gefährlich:

Gelegentliches Sodbrennen ist unbedenklich. Treten die Beschwerden öfter auf, können aber auch schwere Krankheiten dahinter stecken.

Magenschmerzen, Brennen hinter der Brust und saures Aufstoßen - jeder Zweite kennt solche Beschwerden. Zwar ist gelegentliches Sodbrennen unbedenklich, tritt es jedoch mehrmals die Woche auf, kann die Magensäure die empfindliche Speiseröhre stark reizen. Das lästige Phänomen selbst ist noch keine Krankheit, allerdings kann es ein Alarmsignal für eine Reihe gravierender Krankheiten sein. Lesen Sie hier, wann es gefährlich wird.

Grundsätzlich ensteht Sodbrennen, wenn der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre nicht optimal funktioniert und saurer Speisebrei zurück schwappt. Es gibt verschiedene Lebensmittel, nach deren Genuss Sodbrennen vermehrt auftreten kann. Brennende Schmerzen: Speiseröhrenentzündung

Wiederholtes Sodbrennen kann zu einer Speiseröhrenentzündung (Refluxösophagitis oder auch Refluxkrankheit) führen. Die Entzündung tritt dabei nur in den unteren Abschnitten der Speiseröhre auf, die direkt an den Magen grenzen. Bei einer immer wiederkehrenden (chronischen) Speiseröhrenentzündung besteht die Gefahr, dass die betroffenen Zellen der Speiseröhre entarten und sich Speiseröhrenkrebs entwickelt.

Die Symptome: Das charakteristische Anzeichen einer Refluxkrankheit sind brennende Schmerzen hinter dem Brustbein (Sodbrennen), die von unten nach oben ausstrahlen. Sie treten besonders nachts auf, wenn der Betroffene im Bett liegt. So kann saurer Magensaft leichter nach oben in die Speiseröhre gelangen. Warnzeichen für Speiseröhrenkrebs

Sodbrennen kann auch Folge eines Speiseröhrenkrebses sein. Pro Jahr erkranken circa 4.800 Männer und 1.400 Frauen neu an Speiseröhrenkrebs. Dabei kann zwischen verschiedenen Formen von Speiseröhrenkrebs unterschieden werden:

Plattenepithelkarzinom: Dabei handelt es sich um eine bösartige Neubildung der Schleimhaut, welche die Speiseröhre auskleidet. Mehr als die Hälfte der Erkrankungen sind auf diese Krebsart zurückzuführen.

Adenokarzinom: Das Drüsengewebe beginnt bösartig zu wuchern. Hiervon sind etwa 30 Prozent der Patienten betroffen. Die Häufigkeit hat in den letzten zehn bis 15 Jahren deutlich zugenommen.

Die Symptome: Wie bei den meisten Krebsarten bleibt auch der Speiseröhrenkrebs anfangs meist ohne Symptome. In einem späteren Stadium der Erkrankung können dann aber sehr allgemeine Symptome wie zum Beispiel Druckgefühl hinter dem Brustbein, Sodbrennen, ungewöhnliches Würgen beim Schlucken von Speisen und Aufstoßen von Nahrung oder Schleim kommen. Zudem sind bei Speiseröhrenkrebs schmerzhafte Krämpfe der Speiseröhre möglich. Beschwerden und Schmerzen beim Schlucken, Heiserkeit oder Gewichtsverlust treten erst auf, wenn die Erkrankung bereits fortgeschritten ist.

Appetitlos bei Magenschleimhautentzündung Häufig auftretendes, starkes Sodbrennen kann auch mit einer Magenschleimhautentzündung einhergehen. Die Magenschleimhaut selbst ist zwar vor der Einwirkung der Magensäure geschützt, doch wenn die schützenden Faktoren abgeschwächt werden oder die Säurewirkung überhand nimmt, kann die aggressive Magensäure auch die Magenwand reizen.

Eine leichte Reizung der Magenschleimhaut ruft eine Magenschleimhaut-Entzündung (Gastritis) hervor, die in der Regel schnell abklingt. Bei Dauerreizung kann die Entzündung aber auch chronisch werden (chronische Gastritis). Im Lauf der Zeit kann sich daraus eine Wunde in der Schleimhaut, ein Magengeschwür (Magen-Ulcus) entwickeln.

Symptome: Mögliche Anzeichen einer akuten Magenschleimhautentzündung sind Appetitlosigkeit, Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit, Erbrechen, unangenehmer Geschmack im Mund, Aufstoßen, Blähungen sowie Völlegefühl nach dem Essen. Einige Betroffene klagen auch über Gewichtsverlust. Die Beschwerden einer Gastritis treten in der Regel plötzlich und verstärkt nach den Mahlzeiten auf. Vorsicht bei einem Magengeschwür

Ständiges Sodbrennen kann auch ein Warnzeichen für ein Magengeschwür sein. Magengeschwüre können an mehreren Stellen des Magens auftreten (multiples Magengeschwür). Beschädigt das Geschwür größere Blutgefäße tief in der Schleimhaut, kommt es zu einer Blutung. Ist dagegen nur die oberste Schleimhautschicht betroffen, sprechen Mediziner von einer Erosion.

Die Symptome: Bei einem Magengeschwür ist der Schmerz drückend oder brennend und tritt im Oberbauch (unterhalb des Brustbeins) auf. Manchmal verursacht ein es auch unspezifische Symptome wie Übelkeit oder Appetitlosigkeit. Werden bei einem Magengeschwür entzündungshemmende Medikamente eingenommen, ist es auch möglich, dass zunächst keine Schmerzen auftreten. Die häufigsten Komplikationen bei Magengeschwüren sind Blutungen, die sich durch schwarzen Stuhlgang (Teerstuhl) zeigen.

Eine seltenere Komplikation bei Magengeschwüren ist der Durchbruch des Geschwürs durch alle Wandteile in die Bauchhöhle. Das verursacht stärkste Schmerzen im gesamten Bauchraum. Der Durchbruch eines Magengeschwürs ist ein Notfall und muss so schnell wie möglich behandelt werden. Ein Magengeschwür, das nach zwölf Wochen medikamentöser Behandlung nicht abheilt, kann auf Magenkrebs hinweisen und sollte weiter abgeklärt werden.


Vom Magengeschwür zu Magenkrebs:

Von einem Magengeschwür kann auch Magenkrebs ausgehen, wenn die Schleimhautzellen entarten. Auch hier kann Sodbrennen ein Warnsignal sein. Bei Magenkrebs (Magenkarzinom) teilen sich bestimmte Zellen des Magens unkontrolliert - es entsteht ein bösartiger Tumor. In fast allen Fällen sind die magensaftbildenden Drüsenzellen betroffen.

Obwohl Magenkrebs in den letzten Jahren seltener geworden ist, bleibt er eine häufige tumorbedingte Todesursache. Das hängt insbesondere damit zusammen, dass Magenkrebs meist zu spät erkannt wird. Die Heilungschancen sind jedoch umso größer, je früher der Tumor entdeckt und behandelt wird.

Die Symptome: Magenkrebs verläuft oft lange Zeit ohne spezifische Symptome. So können Sodbrennen, ein leichter Druck im Oberbauch und Widerwillen gegen bestimmte Speisen, beispielsweise Fleisch, häufig die einzigen Symptome und ein erstes Zeichen für Magenkrebs sein. Schmerzen bereitet ein Magenkarzinom anfangs nicht. Gewichtsabnahme oder Schluckstörungen treten ebenfalls eher spät auf. Gelegentlich bluten Magenkarzinome leicht. Mitunter erbricht der Patient auch Blut, oder sein Stuhl ist schwarz gefärbt. Bei fortgeschrittenen Magenkarzinomen treten sehr häufig ein deutlicher Gewichtsverlust und eine Verminderung der allgemeinen Leistungsfähigkeit auf. Reizmagen - vielfältige Symptome

Bei einem Reizmagen sind keine organischen Ursachen nachweisbar. Deshalb wird die Diagnose nur dann gestellt, wenn andere Erkrankungen ausgeschlossen werden können. Die Symptome sind sehr vielfältig: Manchmal stehen Sodbrennen und Aufstoßen im Vordergrund; andere Patienten leiden stärker unter Völlegefühl, Blähungen und Übelkeit.


Unscheinbarer Zwerchfellbruch (Hiatushernie):

Starkes und anhaltendes Sodbrennen kann auch Anzeichen eines Zwerchfellbruches (Hiatushernie) sein. Von einem Zwerchfellbruch wird dann gesprochen, wenn sich der obere Magenteil durch das Zwerchfell in den Bauchraum stülpt. In einigen Fällen kann sich der Magen sogar komplett in den Brustraum verlagern. Grund für einen Zwerchfellbruch kann schwaches Muskel- und Bindegewebe im Bauchraum sein, was unter Umständen dazu führt, dass die Speiseröhre nicht mehr richtig schließt. Etwa 25 Prozent der Menschen leiden unter Hiatushernie, viele davon ohne es zu wissen.

Symptome: Bis auf Sodbrennen, Brust- und Oberbauchbeschwerde oder saurem Aufstoßen werden in den meisten Fällen selten Symptome verursacht. Verlagern sich größere Teile des Magens in den Brustraum, kann es zu Vollegefühl oder Druck hinter der Brust kommen.

Grundsätzlich gilt, bei starken Schmerzen, anhaltender Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, Übelkeit und Erbrechen mit Blut, blutigem oder schwarz gefärbtem Stuhl sowie Anzeichen von Eisenmangel durch Blutverlust, sollten Sie dringend einen Arzt aufsuchen.


Hinweise auf eine Erkrankung der Prostata

Fünf Warnzeichen für eine kranke Prostata

grafische Darstellung Prostata

Probleme beim Wasserlassen können auf eine kranke Prostata hinweisen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Mediziner unterscheiden zwischen gutartigen und bösartigen Prostataerkrankungen: Zu den gutartigen Erkrankungen zählen Entzündungen (Prostatitis) sowie die vergrößerte Prostata, zu den bösartigen Erkrankungen zählt der Prostatakrebs. Das sind Warnzeichen für eine kranke Prostata.


Prostatakrebs ist eine häufige Todesursache bei Männern. Doch frühzeitige Vorsorgeuntersuchungen können das Risiko auf ein Minimum reduzieren. zum Video


Probleme beim Wasserlassen

Die Prostata umgibt die Harnröhre. Vergrößert sie sich, drückt sie auf die Harnröhre und der Mann bekommt Probleme beim Wasserlassen. Das betrifft fast jeden zweiten Mann über 50. Häufiger Harndrang und das sogenannte "Nachtröpfeln" sind typische Begleiterscheinungen. Auch ein weniger kräftiger Harnstrahl sowie nächtlicher Harndrang sind Hinweise für eine vergrößerte Prostata. Bemerken Männer diese Anzeichen bei sich, sollten sie zu einem Urologen gehen. Mit der richtigen Behandlung verbessern sich die Symptome erheblich und Blasensteinen oder Nierenschäden kann vorgebeugt werden. Eine vergrößerte Prostata ist gutartig - störend sind vor allem die Begleiterscheinungen.
Dennoch ist es wichtig, dass die Ursache der Beschwerden abgeklärt wird, denn auch andere Erkrankungen können dahinterstecken. Dazu zählen beispielsweise Harnwegsinfekte oder Tumore.

Blut im Urin oder im Sperma

Weitere Warnzeichen sind Blut im Urin oder Blut im Sperma. Auch dann sollte auf jeden Fall ein Urologe aufgesucht werden. Es kann eine harmlose Ursache dahinterstecken, aber eben auch ein Hinweis auf eine bösartige Erkrankung der Prostata sein. Nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft erkrankt jeder sechste Mann über fünfzig an Prostatakrebs.
Im Anfangsstadium bemerken die Betroffenen nichts. Beschwerden treten erst dann auf, wenn der Tumor so groß geworden ist, dass er auf die Harnröhre übergreift oder wenn sich Tochtergeschwülste außerhalb der Prostata gebildet haben. Symptome sind neben Urin in Blut und Sperma auch Schmerzen bei der Ejakulation sowie Schmerzen in der Prostata. Betroffene berichten zudem häufig über Schmerzen im unteren Rückenbereich, in der Hüfte und im Becken.


Lust und Frust liegen im Schlafzimmer manchmal nah beieinander. Doch gibt es Mittel und Lösungen für unfreiwillige Sex-Muffel. zum Video


Inkontinenz nur selten Begleiterscheinung von Prostatakrebs

Der unfreiwillige Urinverlust kann verschiedene Ursachen haben. Er kann als eigenständige Erkrankung auftreten, aber auch ein Symptom einer anderen Erkrankung sein. So kann eine vergrößerte Prostata ebenso zu Inkontinenz führen wie Prostatakrebs. Eine Inkontinenz ist aber eher in seltenen Fällen ein Anzeichen für einen Tumor. Viel häufiger ist sie eine Begleiterscheinung der Krebsbehandlung.

Erektile Dysfunktion mit vermindertem Samenerguss

Kommt es zu Impotenz oder ist die Erektion weniger stark ausgeprägt, kann ebenfalls die Prostata dahinterstecken. Häufig ist auch der Samenerguss vermindert. In den meisten Fällen liegt die Ursache in der Vergrößerung der Prostata, aber in einigen Fällen ist auch Prostatakrebs der Auslöser.

Keine Scheu vor Krebsvorsorge

Doch nicht nur bei den typischen Warnzeichen wie Probleme beim Wasserlassen, Blut im Urin, Blut im Sperma, Harninkontinenz sowie Erektile Dysfunktion sollte ein Urologe um Rat gefragt werden. Damit Veränderungen schon frühzeitig erkannt werden können, sollten Männer zur Früherkennung gehen. Die Kosten der Untersuchung wird ab dem 45. Lebensjahr von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
Dazu gehört unter anderem das Abtasten der Prostata durch den Enddarm sowie die Ermittlung des PSA-Wertes. Das prostataspezifische Antigen (PSA) ist ein Eiweiß, das von der Prostata gebildet wird. Ist der PSA-Wert im Blut eines Mannes erhöht, kann das ein Hinweis auf eine gut- oder bösartige Veränderung der Vorsteherdrüse oder auf eine Entzündung des Organs sein. Im Bedarfsfall werden dann weitere Untersuchungen in die Wege geleitet.

Quelle: akl


Schicksal eines Gründerpioniers

1994 erkrankt, neun Ärzte schreiben ihn gesund, der zehnte findet ‚nur eine kleine Apnoe‘, Nach dieser Odysee die nächste – Gerät und Maske finden – 1996 gründet er die Selbsthilfe- Gruppe Schlafapnoe Nordwestschweiz – 1998 unsere zum Standard gewordene Website:

Januar 2013

Lieber Heini,

wir alle hier wissen, dass es dir ein Gräuel ist, besonders in den Vordergrund gestellt und für deine Leistungen gelobt zu werden. Deshalb will ich mich auch kurz fassen.
Aber ganz schweigen will ich nicht. Wenn der Gründungsleiter einer Selbsthilfegruppe, die nach 16 Jahren als einzige einer ganzen Reihe von damaligen Gründungen in der deutschsprachigen Schweiz noch existiert und im Interesse ihrer Mitglieder und der Ratsuchenden herausragende Arbeit geleistet hat, ist es vielleicht nicht ganz verkehrt, nach den Gründen dafür zu fragen.
Wer unsere, wer deine Arbeitsweise von innen kennt, braucht nach diesen Gründen nicht lange zu suchen. Nach einer zweijährigen Odyssee bis zu Deiner Diagnose hast Du als Konsequenz diese Selbsthilfegruppe konzeptionell geplant und 1996 gegründet. Du hast sie nicht nur formal geleitet, sondern hast koordiniert und organisiert, hast Aufgaben delegiert, hast informiert und beraten, hast eine Website aufgebaut, die heute pro Jahr etwa 500.000 Klicks aus der ganzen Welt zählt und in Medizinerkreisen ein hohes Ansehen geniesst, hast sie institutionell vernetzt, bist als Ansprechpartner zur Verfügung gestanden, hast Öffentlichkeitsarbeit geleistet und dich selbst kontinuierlich weitergebildet.


Torte, Danke Heini!

 

Dabei hast du immer gewusst, dass eine Selbsthilfegruppe einen Arzt nicht ersetzen kann und bist immer ein team player geblieben. Nicht nur tausende von Ratsuchenden, auch jeder von uns hat von deinem Engagement und deiner erfolgreichen Arbeit individuell profitiert. Dafür danken wir ganz herzlich!

Es beruhigt uns sehr, dass du bereit bist, dein immenses Wissen und deine langjährige Erfahrung weiterhin im Interesse der Patienten einzusetzen und unsere Arbeit aus allernächster Nähe zu begleiten. Wir freuen uns auf diese Zeit mit dir und wünschen dir jetzt trotzdem ruhigere Tage. Wir hoffen, dass du sie ohne schlechtes Gewissen geniessen kannst, wenn wir hier an der Arbeit sind und du dich in Bali, Kalifornien oder Australien vergnügst.
Wir gönnen es dir.

Im Namen des Leitungsgremiums (und sicher vielen Schlafapnoikern, denen du geholfen hast):

Rolf Obergfell