Meine Erfahrungen mit dem Atemtherapiegerät
Vor
Jahren wurde mir armen Frau in einem Schlaflabor in Nürnberg ein nCPAP
Gerät verordnet. Ab der Aushändigung des Gerätes war ich der
unglücklichste Mensch auf der Welt. Meine Gedanken kreisten immer um den
einen Punkt: ich
will dieses Gerät nicht und schon gar nicht damit schlafen. Aber es war
die bittere Wahrheit, dass ich Schlafapnoe hatte und dieses Gerät beim
Schlafen benutzen musste.
Eine Ärztin drückte mir ein Rezept in die Hand und sagte:“ Gehen
Sie ins Sanitäts-
haus, da bekommen Sie Ihr Therapiegerät. In vier Wochen kommen Sie wieder
zur Kontrolle. Wenn Sie die Therapie nicht akzeptieren, erleben Sie den Wonnemonat
Mai nicht mehr.“
Ich dachte über das von der Ärztin Gesagte nach und kam zu dem Schluss:
die spinnt.
Also machte ich mich auf den Weg zum Sanitätshaus. Dort sah ich mir alles
an.
Dann wurde mir das Gerät mit dem ganzen Plunder und Zubehör übergeben.
Jetzt war ich so richtig bedient. In meinem Hirn schwirrte, summte und kribbelte
es, wie in einem Bienenstock und Ameisenhaufen. Immer wiederkehrende Gedanken:
Gerät, Schlaf, Maske, Zubehör, Mann – Gerät, Schlaf, Maske,
Zubehör, Mann, ließen bei mir kein klares Denken mehr aufkommen.
In diesem Zustand ging ich in Richtung Bahnhof, um die Heimfahrt anzutreten.
Beim ersten Schaufenster verweilte ich kurz, stellte die Tasche mit dem Gerät
hin und lief schnell weiter. Nach wenigen Metern rief mir eine Dame nach: „
Sie haben hier etwas stehen lassen.“ Notgedrungen musste ich die Tasche
mit Gerät wieder aufnehmen. Ich war wieder belastet mit dem fremden und
nicht akzeptierten Gerät.
Bei der nächsten Kreuzung schaute ich mich kurz um, stellte die Tasche
mit Gerät auf den Gehsteig und lief schnell Richtung Bahnhof. Getrieben
von dem Gedanken,
nur nicht mit diesem Gerät schlafen. Aber es sollte nicht sein. Ein junger
Mann kam hinter mir hergelaufen, klopfte mir auf die Schulter und sagte:“
Sie haben hier was vergessen.“ Er reichte mir die Tasche samt Gerät.
Nun wusste ich, es ist mein Schicksal, das ich dieses Gerät mitnehmen und
beim Schlafen benutzen musste. Seither benutze ich Atemtherapiegeräte grundsätzlich
beim Schlafen. Mein Mann hat mich sehr unterstützt und mir geholfen, damit
ich diese Therapie akzeptiere.
Heute bin ich soweit, dass ich ohne Gerät nicht mehr schlafen kann.

SASi
meint:
Im Schlaflabor wurde es versäumt, die dringend notwendige psychologische
Einstellung und Aufklärung der Frau auf das Leben mit der Maske durchzuführen.
Wie
SASi in Erfahrung gebracht hat, leitet diese Frau
seit Jahren beispielhaft eine Selbsthilfegruppe Schlafapnoe.
SASi meint: Respekt und Anerkennung.
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